
Wieder einmal habe ich mich vor der Reise von den Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes beeindrucken lassen.
Und wieder einmal habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Angaben auf der Amtsseite völlig übertrieben sind und einem den Spaß am Reisen nehmen. Vergesst diesen Quatsch!!!
Zu Brasilien schreibt das AA: Es wird empfohlen, beim Straßenbummel auf auffällige Kleidung, Uhren und (Mode-) Schmuck zu verzichten und Geld und Wertsachen (Kameras, Uhren, Smartphones etc.) nur im erforderlichen Umfang mitzunehmen und verdeckt zu tragen... Auch an den Stränden, Promenaden, und im Ausgehviertel Lapa ereignen sich immer wieder Diebstähle und Überfälle, auch tagsüber, wobei insbesondere Mobiltelefone, Schmuck und Bargeld für die Täter von Interesse sind.
Dazu kann ich nur sagen: Wie Ihr meinem Reisebericht entnehmen könnt, hatte ich bei fast allen Strandbesuchen meine Spiegelreflexkamera dabei. Auch meine Armbanduhr habe ich nicht gegen ein billiges Modell getauscht. Ich habe nicht einmal das Gefühl gehabt, dass es jemand auf meine Wertsachen abgesehen hat. Ein Strandbummel an der Copacobana ist nicht gefährlicher als ein Urlaub an der Nordsee!
Sicherlich kommen die Taten vor, die das Auswärtige Amt beschreibt. Aber es wird sich dabei um Einzelfälle halten. Es mag auch durchaus sein, dass die Quote solcher Straftaten in Brasilien höher ist, als vergleichbare Quoten in Deutschland. Aber es bleiben Einzelfälle. Wer ein wenig reiseerfahren ist und seinen gesunden Menschenverstand anwendet, braucht in Brasilien keine Angst zu haben. Ich halte Paris für gefährlicher als Rio!
Wenn auf allen seiten des Auswärtigen Amtes der Hinweis Weltweite Terrorwarnung erscheint, dann ist das ungefähr genauso aussagekräftig, wie die Wettervorhersage für in zwei Jahren. Das ist dämliche Panikmache, die keinem hilft!
Lasst Euch von mir gesagt sein: Das Gefährlichste auf meiner Reise durch Brasilien war der Caipirinha! Der hat es wirklich in sich!