Es geht weiter. Eigentlich sieht der Tourplan anders aus, aber wir überreden Tim auf die Tube zu drücken. Am Samstag ist Full Moon Party auf Sansibar, und die wollen wir alle nicht verpassen.

Tim verspricht sich Mühe zu geben. Er gibt uns aber auch zu verstehen, dass es keine gute Idee wäre, wenn wir erst in der Nacht in Dar es Salaam ankommen.

Es geht also früh raus. Am Ortseingang halten wir an einem Ladenzentrum, um die Einkäufe für die nächsten zwei Tage zu erledigen. Am Gedautomaten treffe ich einen Vodacom-Verkäufer. An seinem roten Polo-Shirt und dem Firmenaufnäher ist er nur unschwer als solches auszumachen. Ich lasse mich beraten nd in der Tat hat er ein gutes Angebot für eine 7-Tage-Internet-Flat. Ich folge ihm zu seinem Office, aber dort muss ich zunächst warten. Endlich bin ich an der Reihe, aber der Registrierugsprozess zieht sich in die Länge. Ich habe mich nicht abgemeldet. Keiner weiß, wo ich stecke. Endlich ist die Flat gebucht. Am Truck hat noch keiner auf mich gewartet. Aber es geht sofort los. Unser Ziel ist der Hafen von Dar es Salaam. Mal sehen, wie weit wir kommen.

Im Truck probiere ich natürlich sofort den Internet-Stick aus. Tatsächlich. Alles funktioniert wie versprochen, und ich habe teilweise sogar eine UMTS-Verbindung. Hurra, denke ich. Endlich kann ich die Homepage aktualisieren. Aber es macht keinen Sinn. Die Straßenverhältnisse lassen es nicht zu. Wegen der Schlaglöcher treffe ich die Tasten nicht. Nach einer Weile gebe ich auf.

Tim hat zwischenzeitlich mit der Fähragentur telefoniert. Es wird ein hohes Passagieraufkommen erwartet. Wir müssen Tickets buchen. Wir vertrauen Tim. Er meint, es sei zu riskant, Tickets für den selben Abend zu buchen. Immerhin kosten die Fahrkarten 70 US$. Zum Verfallen zu schade. Wir kaufen Tickets für den nächsten Mittag. Zeit genug, um die Full Moon Party zu besuchen.

Netbook geht nicht. Also ist Landschaft gucken angesagt. Vom Kilimanjaro sehen wir nicht allzuviel. Er ist von Wolken verhüllt. Irgendwann biegen wir Richtung Süden ab. Die Szenerie ändert sich. Zu unserer linken Seite ersteckt sich ein langgezogenen Bergmassiv. Auf der rechten Seite huschen etliche Aloe Vera Palantagen an uns vorbei.

Aber wir dürfen endlich wieder Queen Mum spielen. Auch auf dieser Strecke winken uns wieder Alt und Jung zu. Das ist wirklich ein Erlebnis.

200 km vor Dar schlagen wir unser Zelt auf. Tim lamentiert, dass die Gebühren zu hoch seien. Ich finde das Camp klasse. Das Bier kostet nur 2.500 statt 4.000 Shilling. Gute Nacht!