Wir brechen früh unsere Zelte ab. Der Toyata, der uns die nächsten drei Tage durch den Ngrongogoro-Krater und die Serengeti kutschieren soll, wird für 8 Uhr erwartet. Kurz nach 9 Uhr kommen dann Simba, unser Fahrer mit Paul, dem Koch, im Schlepptau. Der grüne 8-Sitzr ist schnell beladen, aber wir müssen noch auf den Boss warten. Der Boss kassiert die 450 US$ für die Tour (avisiert waren 560 US$, umso besser).

Endlich erscheint der Boss. Aber der hat extreme Schwierigkeiten damit, sechsmal 450 US $ zu zählen. Es zieht sich. Einen Teil von dem Geld bekommt Simba zugesteckt. Es geht los. Endlich. Bis zur Tankstelle neben dem Snake Park. Der Geländewagen ist schnell vollgetankt. Viel billiger als in Deutschland ist der Diesel auch nicht. Wir warten auf den Boss, aber der kommt nicht. Eine weitere Stunde später sind wir endlich auf der Straße. Viel zu spät eigentlich. Wir wollen in die Serengeti.

Nach Dreiviertel der Strecke halten wir in einer Ortschaft. Paul hüpft in das ein oder andere Geschäft, um anschließend Kartons auf das Dach des Autos zu packen. Dann halten wir auf dem Parkplatz eines Camps. Aus einem der Kartons werden Lunchpakete verteilt. Während ich noch eine Zigarette rauche, verpissen sich alle anderen, und ich stehe alleine am offenen Fahrzeug. Sechs Kameras zum Mitnehmen griffbereit. Ich entschließe mich dazu, das Auto zu bewachen. Simba kommt und erzählt mir von Problemen. Es fehlen 150 US$. Der Boss sollte Spritgeld auf Simbas Handy überweisen. Hat er aber nicht. Simba hat nur Geld für die Eintrittsgelder zu den Parks bekommen.

Wir trauen dem Braten nicht und lassen Simba im Regen stehen. Wir wollen mit Fish sprechen, dem Boss. Aber der geht nicht ran. Wit beschließen Chris anzurufen. Chris ist der Inhaber von Africantrails, unserem Reiseveranstalter. Stew und ich haben Chris im Karen Camp in Nairobi getroffen.

Die nächsten Stunden gehen mit telefonieren drauf. Wir telefonieren mit Chris, der mit Fish. Fish mit Simba, Simba fragt uns. Wir trauen Chris ein wenig und strecken 30.000 Shilling vor für Sprit. Aber nur unter der Bedingung, dass wir den Resieplan nach unseren Bedingungen abändern. Wir wollen nicht in der Nacht fahren und wollen zuerst in den Krater, weil der Weg dahin kürzer ist.

Wir verlieren etliche Stunden. Am Ende sind wir froh, am Kraterrand unser Zelt aufschlagen zu dürfen.

Aber wird sind uns einig: aus Fish wollen wir Fried Fish machen.